Ziele

Unsere Ziele orientieren sich an der Bildungsvereinbarung des Landes NRW für Kindertageseinrichtungen. Mindestens einmal pro Jahr wird von uns mit Zustimmung der Eltern für jedes Kind eine Dokumentation erstellt, um die Entwicklung des einzelnen Kindes im Auge zu haben und somit bei Bedarf gezielt reagieren zu können.

Pädagogische Arbeit ist an mehreren Zielen orientiert, d.h. in einer Auflistung treten ggf. Widersprüche auf.  Die Planung sieht einen langen Entwicklungsprozess vor, der allen Zielen oft gleichzeitig, oft nebeneinander, oft nacheinander gerecht wird. 

Kinder lernen durch Erleben, d.h. durch Tun, durch Ausprobieren, durch Experimentieren, letztendlich durch Spiel, verbunden mit Identifikation. Hilfreich ist ihre natürliche Neugierde. Erlerntes wird anhand der individuellen Entwicklung des Kindes langfristig sichtbar.
Das Kind soll sich gemäß seiner Persönlichkeit, seiner Stärken und Schwächen entwickeln. Ihm wird die Möglichkeit gegeben, selbstbestimmt zu lernen, d.h. auch den individuellen Zeitpunkt zu bestimmen. Voraussetzung hierfür sind Rahmenbedingungen wie gruppendifferenzierte Angebote, Kinder gleicher und gegensätzlicher Interessen und Entwicklungen, offene und freie Tagesplanung, Vielfalt an Materialien, Raum und Zeit. 

Sozialverhalten und Individualität

Das Erlernen von sozialen Fähigkeiten ist im Vorschulalter von zentraler Bedeutung. Die Kinder müssen die Bedeutung und die Notwendigkeit von Freundschaften und Beziehungen für die Gestaltung ihres Lebens kennen lernen. Dazu ist es wichtig soziale Verhaltensweisen zu erproben und immer wieder umzugestalten. Stets aufs Neue müssen Kinder entscheiden, wann es für sie wichtig ist sich durchzusetzen oder anderen den Vortritt zu lassen. Für beides müssen die Kinder die angemessenen Wege erproben. Hierzu gehören gleichberechtigte Beziehungen zwischen Jungen und Mädchen, zwischen Kindern unterschiedlicher Altersstufen, zwischen Behinderten und Nichtbehinderten, zwischen Kindern unterschiedlicher Kulturen oder sozialen Schichten.

Auch das Aufstellen von Regeln, diese auszuprobieren, einzuhalten oder zu verändern, ist eine soziale Fähigkeit, die das Zusammenleben erfordert. Um diese zu erlernen ist die Kita der richtige Ort.

Selbstbewusstsein

Die Kinder sollen in der Kita zu selbstbewussten Persönlichkeiten heranwachsen. Im Miteinander erfahren sie ihre Fähigkeiten, ihre Entwicklung und die der anderen Kinder. Spielerischer Vergleich und Erkennen von eigenen Fertigkeiten fördert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Hierzu gehört auch, dass die Kinder ihren eigenen Körper bewusst erleben und seine individuellen Möglichkeiten kennen und nutzen.

Selbständigkeit

Wichtiges Ziel ist eine größtmögliche Selbständigkeit der Kinder. Sie sollen, so früh wie möglich, Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln, die sie immer unabhängiger machen von anderen. Dieses umfasst nicht nur aktives Handeln, sie sollen auch in die Lage versetzt werden, eigenständig verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.

Kritikfähigkeit / Konfliktfähigkeit

Um ein verantwortungsvolles Mitglied in der Gesellschaft sein zu können, müssen Kinder auch lernen eigene Standpunkte zu entwickeln und zu vertreten. Dazu gehört auch Kritik angemessen zu üben und anzunehmen. 

Wichtig ist auch, mit Konflikten konstruktiv umgehen zu können, sind sie doch Bestandteil von Beziehungen und Entwicklung. Konfliktbewältigung erfordert ein hohes Maß an Sensibilität und Offenheit, um darauf zugehen zu können, sie aushalten zu können und um angemessene Lösungsstrategien entwickeln zu können. Selbstbewusstsein und Sicherheit sind notwendig, um diese anzugehen und auszuprobieren.

Bildungsbereich Spielen Gestalten Medien

Kinder lernen durch Erleben, durch Tun, durch Ausprobieren, durch Experimentieren letztendlich durch Spiel, verbunden mit Identifikation. Hilfreich ist ihre natürliche Neugierde.

Hierfür stehen Ihnen vielfältige Materialien zur Verfügung. Die einzelnen Gruppen sind in unterschiedliche Spielbereiche ein- und abgeteilt. So können die Kinder nahezu ungestört in ihren selbst gewählten Bereich spielen. Die Materialien sind so vorhanden, dass Kinder aller Entwicklungsstufen für sich das entsprechende auswählen können. Mitarbeiter haben wie überall die Aufgabe der Motivation und Anleitung. 

Die Kinder sollen ihre Kreativität entwickeln, um im späteren Leben die ihnen gemäße Ausdrucksform kennen zu lernen, um evtl. Stärken zu entdecken, auf denen aufgebaut werden kann (Rollenspiele, Theaterstücke, Malen und Gestalten, Musik, Geschichten erfinden und erzählen, auch hier Bewegung). Sie brauchen die Gelegenheit ihre Ideen umzusetzen, sich auszuprobieren und Reaktionen und Konsequenzen zu erleben.

Bildungsbereich Sprache

Sprache ist die elementare Ausdrucks- und Kommunikationsform. Deshalb müssen alle Kinder in ihren Sprachlernprozessen unterstützt werden. Abweichungen vom stetig fortschreitenden Entwicklungsprozess sind möglichst frühzeitig zu bemerken. Deshalb werden in der Kita bei Bedarf das Sprachscreening im Vorschulalter, Bögen wie Seldak und Sismik und das Bielefelder Screening mit ggf. anschließenden HLL durchgeführt.

Die Sprachstandserhebung zwei Jahre vor der Einschulung mit möglicher zusätzlicher Sprachförderung ist selbstredend.

An dieser Sprachförderung können auch Kinder teilnehmen, die nicht die Einrichtung besuchen, bei denen jedoch Förderbedarf festgestellt wurde. Diese Kinder werden in der Regel vom Jugendamt an die Kita verwiesen.

Neben der Förderung der Sprache ist es bei diesen Kindern auch das Ziel, sie in die Kita aufzunehmen und zu integrieren.

Der Sprachförderung im Gruppenalltag wird Rechnung getragen durch entsprechende Spiele, Bücher, Lieder, Vorleserunden, regelmäßige Besuche in Büchereien sowie Gespräche jeglicher Art. Wortschatzerweiterung geschieht häufig bewusst im Alltag, z.B. bei den Mahlzeiten, wenn genau genannt wird, welche Nahrungsmittel im Essen enthalten sind. In Gesprächsrunden werden neben dem freien Sprechen auch Gesprächsregeln eingeübt.

Um das Interesse an Büchern zu unterstützen und dieses auch in Elternhäuser zu tragen, können die Kinder einmal pro Woche an einem festen Tag, sich ein Buch ausleihen, welches spätestens in der folgenden Woche wieder zurück gegeben werden soll. 
Wenn das ausgeliehene Buch noch nicht zurück ist, dürfen die Kinder sich kein neues ausleihen, verantwortungsvoller Umgang mit Büchern wird so eingeübt. 

Bildungsbereich Natur und kulturelle Umwelt

Gerade das Außengelände sowie Ausflüge haben u.a. das Ziel, dass die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur lernen. Vorstufe hierfür ist es, dass ihr Interesse für alle Vorgänge geweckt wird. Dazu gehört auch das bewusste Erleben der Jahreszeiten.

Zu diesem Bildungsbereich gehören auch erste mathematische Grundvoraussetzungen wie Größen und Mengen unterscheiden, Messen, Sortieren, Konstruieren, erste kleine Rechenoperationen unbewusst lösen. 

Durch unterschiedliche Feste, Bücher jahreszeitliche Bräuche, Besuche im Museum (ca. 1 x pro Monat mit wechselnden Kindern) lernen die Kinder unsere Kultur und die anderer Menschen kennen. Ein frühes Kennen und Erleben fördert das Miteinander in der Gesellschaft.

Schulvorbereitung

Wir wissen heute, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Kindern Probleme in der Schule haben, weil der Start nicht gelungen ist. Deshalb arbeitet die Kita intensiv und vertrauensvoll mit der zuständigen Grundschule zusammen. Darüber hinaus werden die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung zum „Schulfuchs“. 

In dieser Gruppe werden die Kinder auf ihre neue Rolle vorbereitet. Sie lernen gezielt die Materialien der Schule kennen, wie z.B. den Unterschied zwischen einem Heft und einem Hefter u.a..

Die Kinder gehen regelmäßig zur Schule. So wird der Weg eingeübt, das Treiben auf dem Schulhof erlebt, etc. 

Die Schulfüchse treffen sich einmal pro Woche. Innerhalb des Jahres gibt es für sie Projekte, die teilweise auch täglich stattfinden. Im Schulfuchsprogramm werden die Kinder auch darauf vorbereitet, dass sie in Zukunft nicht immer, wie in der Vergangenheit oft, über ihre Zeit und ihr Tun entscheiden können. In der Schule ist die Einhaltung von Terminen der Regelfall. Aufforderungen muss meist sofort nachgekommen werden.